.... und außerdem mag ich:

  • Fußball

Seit den frühen 1980er Jahren bin ich ein großer Fußball-Fan.

Zunächst konzentrierte ich mich auf Live aus dem Stadion auf Bayern 1, die ARD-Sportschau, Das Aktuelle Sport-Studio im ZDF und die Amateurspiele im Umkreis.

Seit dieser Zeit weiß ich auch, was mein Traumberuf wäre: Moderatorin des Aktuellen Sport-Studios oder wenigstens Sportjournalistin, am liebsten natürlich beim Kicker.

Später erlebte ich dann viele Jahre die Heimspiele des FC Bayern (und von 1860) München live mit, weil ich von meiner Wohnung aus -fast- jeden Pfiff im Olympiastadion hören konnte. Das lauteste Erlebnis war allerdings das Champions League-Endspiel im Mai 1997 zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin: ich bekam den Live-Ton zum Fernsehbild in Zimmerlaut-stärke über meine offene Balkontür.

Das teuerste Fußball-Erlebnis hatte ich Auf Schalke: ich war gerade auf Verwandtenbesuch in Essen, als in der Arena das 1. Bundesligaspiel angesetzt war. So kaufte ich mir auf dem Schwarzmarkt ein sündhaft teures Ticket für das natürlich ausverkaufte Spiel, um live dabei sein zu können. Es war eine unglaubliche Stimmung: Über 60000 Schalke-Fans sangen lautstark Königsblauer S04 und andere Vereinshits bis der Video-würfel schwankte. Ich bin heute noch der Ansicht, dass Rudi Assauer hier wirklich das momentan schönste Stadion der Welt hingestellt hat.

Das verrückteste Fußballerlebnis hatte ich zur Osterzeit 2004 in Lissabon: Ich war früher schon einmal im alten Estadio da Luz zu einem Spiel gewesen; zu Zeiten, als die "Alten Herren" des Clubs noch die Sitzschalen putzten, ehe man sich setzte und sich die verletzten Spieler - in meinem Fall war es Nuno Gomez - einfach so unter die Zuschauer mischten. Jetzt, kurz vor der EM, waren all die neuen Stadien fertig. Ich war schon in Coimbra und in beiden Stadien in Porto gewesen; nun wollte ich auch unbedingt noch beide Stadien in Lissabon erleben. Dummerweise spielten Benfica und Sporting am selben Tag auch noch (fast) zur selben Zeit. So verbrachte ich die 1. Halbzeit samt Pausenwurst im neuen Estadio da Luz, hetzte zu Beginn der 2. Halbzeit per U-Bahn quer durch die Stadt und traf tatsächlich noch pünktlich zum Anpfiff im neuen Estadio Jose Alvalade ein.

Übrigens: ich ging in dieselben Schulen wie die Bundesliga-Profis Stefan Reuter (Weltmeister 1990), Matthias Zimmermann (SpVgg Unterhaching) und Peter Közle (MSV Duisburg/VfL Bochum).

  • Tauchen

    Weihnachten und den Jahreswechsel 1996/97 verbrachte ich auf Bali und lernte dort ein tauchbegeistertes Ehepaar aus Wien kennen. Kaum wieder zu Hause machte ich im Münchner Westbad meinen Grundtauchschein und zu Beginn der Freiluftsaison dann auch mein CMAS Bronze-Abzeichen im noch eiskalten Starnberger See.

    Meine ersten richtigen Tauchgänge folgten dann bei Safaga im Roten Meer. Es ist ein wahrhaft großes Erlebnis in 15 bis 25 Meter Tiefe Fische in allen erdenklichen Farben und Farbkombinationen, in allen Größen und Formen rund um einen selbst herum schwimmen zu haben.

    Ich habe bei meinen ersten 70 Tauchgängen unter anderem erlebt, wie eine Delfinfamilie plötzlich auftauchte und mit mir und meiner Tauchpartnerin Jenny spielte; wie Jenny total ausflippte, weil ein Hammerhai direkt an uns vorbei schwamm; wie Napoleons von unglaublicher Größe an uns vorbei huschten; riesige Wasserschildkröten alles niederwalzten, was ihnen in die Quere kam; ein Schwarm Falterfische mich in ihre Mitte nahm und um mich herum einen Fischkörper bildete; wie auf dem Rückweg vom Nachttauchen das Lied Weißt du wie viel Sternlein stehen plötzlich ein Bild bekam ... . Ich habe aber auch erlebt, wie Taucher Wracks plünderten und ertrunkene Pilger beklauten, Riffe rücksichtslos zerstörten, sich und andere in große Gefahr brachten, ... .

    Da ich nicht bereit bin, den Wahnsinn zu unterstützen, wie er in Ägypten zu erleben ist, nämlich das dort noch kostbarere Wasser zum Anlegen eines Golfplatzes in der Wüste zu verschwenden, muss der Tauchsport im Moment einfach zurückstehen. Auch wenn Tauchen süchtig macht - und sei es nur das Gefühl zu fliegen!

  • Reisen

Meine eindrucksvollsten Reisen führten mich

1995 nach USA-West: Utah, Arizona, (Süd)Kalifornien und New Orleans

1996/97 auf Bali

1999 wieder nach USA: die Ostküste entlang von Maine bis Florida.

Die beiden USA-Reisen machte ich zusammen mit meinem Bruder, der von 2005 bis 2010 in South Carolina und seit 2011 in Oregon lebt und arbeitet.

Wir fuhren jeweils Tausende von Meilen mit dem Leihwagen, schauten uns Städte, Landschaften und Naturparks an, amüsierten uns über den Stolz der Amerikaner, uns ihre doch so kurze Historie zu erzählen, lernten, dass zum Burger die Fries einfach dazu gehören, dass in manchem Truck Stop buchstäblich Wagenladungen an Beilagen serviert werden, dass das Telefo-nieren von öffentlichen Telefonzellen eine Wissenschaft für sich ist und auch von den Amerikanern eher nicht beherrscht wird, kauften liebend gerne in den riesigen Malls und Outlet Stores ein, liefen in den Städten soweit die Füße uns trugen, waren beim Whale watchen und auf dem Empire State Building, wurden in Sea World nass, fuhren mit dem Pick Up in Daytona über den Beach, standen vor dem Hotel in Bretton Woods, hörten einen Abend lang in der Preservation Hall der New Orleans Jazz Band zu, verkleideten uns als Freiheitsstatue, wandelten auf JFKs Spuren in und um Boston, ließen uns von Flöhen den Aufenthalt auf den Keys verleiden, folg-ten der Route 66, badeten im 16 Grad kalten Pazifik, standen an der Ab-schussrampe der Space Shuttles, schleppten Indianerpuppen als Mitbrin-gsel durch den Zoll, fuhren in Disney World mit dem Rollercoaster und sahen das Wohnhaus der Golden Girls, erlebten mit, wie ein kleines Ge-witter die amerikanische Wirtschaft buchstäblich lahm legte, lernten die Münchner U-Bahn zu schätzen, ... .

Auf Bali beeindruckten mich vor allem die Farben der Stoffe und die Gerüche der Gewürze. Auch landschaftlich war die Insel sehr reizvoll. Ich erinnere mich auch, dass ich eines Tages mit meinem persönlichen, perfekt deutsch sprechenden Guide in einer Tempelanlage saß, als er einem Kolle-gen, der wiederum im reinsten Französisch eine Schweizerin betreu-te, berichtete, ich sei aus München. Darauf dieser: "Oh Bayern München. Beckenbauer, Matthäus." Als ich in den USA einmal versuchte, ein Trikot des damaligen Matthäus-Clubs New York/New Jersey Metro Stars zu kau-fen, kannte ihn keiner ... .

Außerdem war ich Mitte bis Ende der 1990er Jahre

  • in Bangkok und auf Ko Samui: da ich mir in Bangkok eine schwere Le-bensmittelvergiftung zuzog, kenne ich von Ko Samui vor allem das Krankenhaus und weiß vom dortigen Chefarzt, dass man in diesen Län-dern am besten schon zum Frühstück "aus Desinfektionsgründen" einen Campari trinkt.
  • in Texas: am schönsten war San Antonio; die größte Enttäuschung die NASA in Houston.
  • und auf Sri Lanka: kein Tauchparadies; aber auch sonst für mich kein Urlaubsland, da ich ständig das Gefühl hatte, den Ärmsten der Armen auch noch das wenige, das sie hatten, wegzunehmen.


Heute mache ich vor allem Städtereisen und fahre auch immer wieder gerne ans Wasser, wo es mir vor allem auf Sylt sehr gut gefällt.

Oma auf Sylt, 2000